Auf den Punkt gebracht
- Arcsaber 7: semi-steifer Schaft, sehr fehlerverzeihend, einfache Power. Die richtige Wahl, wenn du einen Schläger willst, der deine Fehler verzeiht.
- Arcsaber 11: steifer Schaft, präziser und kraftvoller bei sauberer Schlagtechnik. Erfordert eine gute Technik.
- Pro oder Tour? Im Test sind die Unterschiede im Spielgefühl gering: Die eigentliche Frage ist 7 oder 11.
Das Arcsaber 7 und das Arcsaber 11 sind die beiden beliebtesten Schläger der Arcsaber-Serie von Yonex, der Reihe für Kontrolle. Auf dem Papier sind sie sich sehr ähnlich: gleiche neutrale Balance, gleiche Philosophie, ähnliche Preise… Also, welchen soll man wählen?
Um diese Frage zu beantworten, habe ich sie zusammen mit meinem Kumpel Matthieu in der Pro- und Tour-Version auf dem Feld getestet: flaches Spiel, Clears, Smashes, Netzspiel. Hier ist das komplette Video und darunter alles, was du wissen musst.
Die technischen Daten im Vergleich
| Modell | Steifigkeit | Balance | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Arcsaber 11 Pro | Steif | Neutral | 3U (88 g) oder 4U (83 g) |
| Arcsaber 11 Tour | Steif | Neutral | 4U (83 g) |
| Arcsaber 11 Play | Semi-steif | Neutral | 4U (83 g) |
| Arcsaber 7 Pro | Semi-steif | Neutral | 4U (83 g) |
| Arcsaber 7 Tour | Semi-steif | Neutral | 4U (83 g) |
| Arcsaber 7 Play | Flexibel | Neutral | 4U |
Der große Unterschied liegt hier: die Steifigkeit des Schafts. Alle haben eine neutrale Balance, sind also in der Verteidigung genauso stark wie im Angriff. Aber der 11er ist steif und der 7er semi-steif, und das verändert das Spielgefühl komplett.
Der Praxistest
Das flache Spiel: Kontrolle und Handlichkeit
Bei schnellen Ballwechseln am Netz sind beide Schläger dank ihrer neutralen Balance sehr handlich. Das Arcsaber 7 ist auf Dauer etwas einfacher zu spielen: Es verzeiht dir, wenn du einen Tick zu spät bist. Das Arcsaber 11 erfordert gutes Stellungsspiel, aber wenn das stimmt, landet der Ball genau da, wo du ihn haben willst.
Clears und Smashes: die Power
Hier spürt man den Unterschied am deutlichsten. Beim Arcsaber 7 biegt sich der Schaft und erzeugt einen Trampolin-Effekt: Deine Clears erreichen mühelos die Grundlinie. Beim Arcsaber 11 braucht man eine saubere Schlagbewegung, aber wenn du den Ball gut triffst, ist er deutlich kraftvoller und angenehmer zu spielen: Der Ball fliegt schneller und gerader.
Das Netzspiel: die Präzision
Beide sind sehr gut am Netz, das ist die DNA der Arcsaber-Serie: Der Ball „bleibt“ einen Bruchteil einer Sekunde länger im Saitenbett. Das Arcsaber 11 ist steifer und bietet etwas mehr Präzision bei Drops und Netzkillern, sofern man das nötige Gefühl hat.
Pro oder Tour: Lohnt sich der Preisunterschied?
Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Nachdem ich beide Versionen jedes Modells getestet habe, muss ich ehrlich sagen: Es gibt keinen großen Unterschied zwischen der Pro- und der Tour-Version in Bezug auf Spielgefühl, Handlichkeit, Kontrolle oder sogar Power.
- Die Pro-Version verwendet hochwertigeren Graphit: etwas mehr Rückmeldung für sehr technische Spieler.
- Die Tour-Version ist ein wenig fehlerverzeihender, wenn du den Ball nicht perfekt mittig triffst, und das zu einem günstigeren Preis.
Für die meisten Vereinsspieler ist die Tour-Version ein hervorragender Kompromiss. Wähle die Pro-Version, wenn du ein sehr hohes Niveau hast oder das Arcsaber 11 unbedingt in 3U für mehr Stabilität und Power möchtest.
Und die Play-Versionen? Sie sind nicht Teil des Videotests. Es sind die erschwinglichsten Versionen, konzipiert für Einsteiger: Das Arcsaber 7 Play ist flexibel, das Arcsaber 11 Play ist semi-steif. Perfekt, um mit einem richtigen Yonex-Schläger zu starten.
Also, Arcsaber 7 oder Arcsaber 11?
Wähle das Arcsaber 7, wenn…
- du einen Schläger suchst, der einfach zu spielen ist und nicht mittig getroffene Bälle verzeiht;
- du Power ohne Anstrengung willst, um leicht die Grundlinie zu erreichen;
- du ein motivierter Anfänger, Hobbyspieler oder Vereinsspieler bist, der sich weiterentwickeln will;
- du einen armschonenden Schläger für lange Trainingseinheiten suchst.
Wähle das Arcsaber 11, wenn…
- du über eine gute Technik verfügst und deine Schläge sauber ausführst;
- du einen präzisen Schläger willst, der den Ball zentimetergenau platziert;
- du die Power deiner Schläge maximieren willst, wenn du den Ball gut triffst;
- du an Turnieren teilnimmst, egal ob im Einzel oder Doppel.
Zusammenfassend: Das 7er verzeiht, das 11er belohnt.
Immer noch unsicher? Beantworte diese 3 Fragen:
Auf der Seite jedes Schlägers wählst du deine Besaitung, Härte, dein Griffband und sogar deinen Namen auf dem Schaft: Ich bereite ihn in der Werkstatt vor und er geht spielfertig an dich raus. Um die Schläger mit anderen Yonex-Serien (Astrox, Nanoflare) zu vergleichen, erklärt dir mein Ratgeber zur Schlägerwahl alles, und alle meine Testvideos findest du auf der Test-Seite.
Nochmals vielen Dank an Matthieu für den Test: Du findest ihn auf seinem YouTube-Kanal.
Häufig gestellte Fragen
Ist das Arcsaber 11 zu schwierig für einen Vereinsspieler?
Nicht unbedingt. Wenn du regelmäßig spielst und eine saubere Technik hast, wird es dich bei der Präzision weiterbringen. Wenn du häufig den Ball nicht mittig triffst oder es dir an Power bei Clears mangelt, ist das Arcsaber 7 angenehmer.
Welche Besaitungshärte für ein Arcsaber?
Für das Arcsaber 7 zwischen 10 und 11 kg, je nach Niveau. Für das Arcsaber 11 zwischen 10,5 und 12 kg, falls du hohe Besaitungshärten gewohnt bist. Mein Ratgeber zur Besaitungshärte hilft dir, die richtige für dich zu finden.
3U oder 4U beim Arcsaber 11 Pro?
Die 3U-Variante (88 g) ist schwerer: mehr Power und Stabilität, aber anspruchsvoller über ein ganzes Match. Die 4U-Variante (83 g) ist handlicher und leichter über längere Zeit zu spielen. Im Doppel ist 4U oft die bessere Wahl.
Ist das Arcsaber gut für das Doppel?
Ja. Dank ihrer neutralen Balance sind das Arcsaber 7 und das Arcsaber 11 sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff stark, und ihre Präzision am Netz ist ein echter Pluspunkt im Doppel.



